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Der Ledrosee – idyllischer Bergsee unweit des Gardasees

Sein kristallklares, grünlich-blau schimmerndes Wasser, das größtenteils von lichtem Laubwald eingefasste Ufer und die beeindruckende Bergszenerie machen den Ledrosee zu einem der schönsten Seen der Provinz Trentino. Obwohl nur 7 km vom Gardasee entfernt, befindet sich der Ledrosee auf 655 m und damit über 500 m höher.

Aktivitäten auf und um den See herum

Der 2,2 km2 große Ledrosee bietet ein breites Angebot an touristischen Aktivitäten. Die ruhigen Kiesstrände rund um den See laden zum Baden, Paddeln und Surfen ein und auch Segeln ist möglich. Das weitverzweigte Netz an Wander- und Mountainbikewegen ergänzen das Angebot und machen den Ledrosee zu einem idealen Urlaubsort für all jene, die abseits des touristischen Trubel geruhsame, aktive Ferien verbringen wollen.

Erschließung des Tals durch die Ponale Straße

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war das Ledrotal von der Außenwelt weitestgehend abgeschnitten. Erst 1847 wurde das Tal durch den Bau der spektakulären Ponale Straße von Riva del Garda erschlossen. Heute gelangt man ins Ledrotal mit dem Auto durch einen 3,5 km langen Straßentunnel. Die in den Fels gehauene Ponale Straße ist seit einigen Jahren wieder für Moutainbiker und Wanderer der Zugang zum Ledrotal.

Die Orte am Ledrosee

Die größteen Orte am Ledrosee sind Molina di Ledro im Süd-Osten (ca 550 Einwohner), Pieve di Ledro im Nord-Westen (ca. 620 Einwohner) und Bezzecca (ca. 590 Einwohner).

Der Hauptort am Ledrosee ist Pieve. Die bereits 1235 urkundlich erwähnte Kirche Mariä-Verkündigung (Chiesa dell’Annunciazione), die 1537 in eine Kollegiatskirche umgewandelt wurde, ist zusammen mit dem alten Rathaus das bedeutendste Bauwerk des Ortes. In der alten Apotheke Foletto aus dem 19. Jahrhundert, welche die erste Apotheke im Ledrotal war, befindet sich heute ein kleines Pharmaziemuseum.

Bezzecca liegt rund 1 km vom Ledrosee entfernt und ist der Ort, an dem die Truppen Garibaldis am 21. Juli 1866 die Österreicher besiegten. Einen Einblick in die historischen Zusammenhänge jener Schlacht und die Geschichte des Ledrotals erhält man im Museo Garibaldino in der Via Salvator Greco.

In Molina di Ledro befindet sich das Pfahlbaumuseum Museo delle Palafitte del Lago di Ledro. Hier werden Fundstücke und Rekontruktionen einer Pfahlbausiedlung aus der Bronzezeit ausgestellt. Die Siedlung wurde 1929 entdeckt, als der Wasserspiegel des Ledrosees für den Bau eines Wasserkraftwerks abgelassen wurde, und wurde 2011 ins UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauen um die Alpen“ aufgenommen.

Kulinarische Spezialitäten im Ledrotal

Im Ledrotal gibt es zahlreiche Restaurantsmit, in denen lokale Gerichte serviert werden. Die Küche rund um den Ledrosee wird einerseits von der traditionellen Trentiner Kochkunst und andererseits von der böhmischen Küche bestimmt. Denn während des ersten Weltkrieges wurden zahlreiche Bewohner des Ledrotals in die Nähe von Prag evakuiert, von wo sie Knödel, Gulasch und Liwanzen, eine süße Mehlspeise, mitbrachten. Neben diesen Spezialitäten zeugen auch die tschechischen Partnerstätte einzelner Orte des Ledrotals von dieser Geschichte.

Weitere typische Speisen aus dem Ledrotal sind Polenta aus blauen Kartoffeln, Peverà (ein deftiges Gericht aus altem Brot, Salami, Fleischbrühe und Käse) sowie Caponec (gefüllte Weinblätter).

Ein kulinarischer Geheimtipp ist das Chalet Rifugio al Faggio im Val dei Concei, das zwischen Pieve di Ledro und Bezzecca abzweigt. Sehr schön ist eine Wanderung von Concei (auch mit dem Bus gut zu errreichen) zum Rifugio al Fagggio. Neben der ausgesprochen guten Küchen gibt es auch einige Zimmer zum Übernachten.

Fotos vom Ledrosee