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Vom Fuß des Monte Biaena hat man einen herrlichen Blick auf den Monte Stivo, der wie ein großer Bruder schützend an der Seite steht.

Monte Biaena - der kleine Bruder des Monte Stivo

Wandern auf dem „Sentiero della Pace“ - dem Friedensweg

Der Friedensweg (Sentiero della Pace) ist ein langer Höhenweg der durch Südtirol und die italienischen Dolomiten führt. Ein Stück dieses Wegs, der im 20 Jahrhundert angelegt und zu den bedeutendsten historischen Weitwanderwegen im nördlichen Italien zählt, verläuft über den Monte Biaena. In knapp 30 Minuten fährt man von Riva aus ins Etschtal auf gut 1230 Meter Höhe. Immer im Blick: den mächtigen Monte Stivo. Genauer gesagt liegt der Monte Biaena zwischen seinem großen Bruder, dem Monte Stivo und dem Etschtal. Sein markanten Eigenschaften: der langgezogene Bergrücken und das imposante Gipfelkreuz.

Parken am Restaurant La Baita

Idealer Ausgangspunkt für diese schöne Rundwanderung, die trotz kleiner Klettersteige und Drahtseilpassagen einfach zu bewerkstelligen ist, ist das Restaurant La Baita, kurz vor dem Passo Bordala. Hier stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung und, wer Glück hat (das Restaurant hat nicht immer geöffnet), kann anschließend in herrlicher Landschaft ein italienisches Menü genießen.

Da der Ausgangspunkt ja bereits auf über 1000 Metern Höhe liegt, sind es nur noch 430 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz. Die Asphaltstraße mit Blick auf die Ostseite des Monte Stivo hinter sich gelassen, erreicht man sogleich die erste Hütte, die Malga Somator. Bereits hier erwartet einen ein imposanter Blick ins Etschtal und die angrenzende Bergkette. Wer möchte, kann sich für die bevorstehende Wanderung auf der Hütte stärken und anschließend in den kleinen Pfad 673 einsteigen, der über einige Serpentinen und Stufen in ein verwunschenes Wäldchen führt. Achtung! Der schmale und recht zugewachsene Pfad ist in direkter Nähe zur Hütte, etwas versteckt, und der Eintritt daher leicht zu übersehen.

Eine herrliche Vegetation erwartet den Wanderer

Nach einem kurzen, knackigen Stück steil nach oben gelaufen biegt man ein in eine idyllische Landschaft mit wunderschöner Vegetation und leuchtenden Blumen am Wegesrand ein. Immer wieder kann man einen Blick in Richtung Rovereto auf der einen Seite und Monte Stivo auf der anderen Seite erhaschen. Eine Vesperpause bietet sich an, wenn man aus dem Waldstück herauskommt und in Richtung Kammrücken geht. Ein Felsvorsprung, der nicht zu übersehen ist, lädt zu einer kleinen Rast mit Ausblick ein. Der Weg in Richtung Gipfel ist von hier aus gut zu erkennen und verläuft ab jetzt steiniger, über Geröllfelder und Felsplatten. Spätestens ab hier sollte man auf seine Schritte achten, ein einfacher, kurzer Klettersteig (trotzdem gut festhalten!) führt senkrecht hinauf bis zum schönen Wiesenplaetau, das man nach einem kleinen leicht zugewachsenen Pfad erreicht.

Der Gipfel ist erreicht - nach kurzer (ungefährlicher) Kletterei

Das 4 Meter hohe und imposante Gipfelkreuz lädt zur nächsten Rast – von hier aus hat man einen wunderschönes Panorama über das Etschtal und die Monti Lessini, ein großes Gebirgsmassiv, das zwischen Verona und dem berühmten Pasubio liegt. Wer am Wochenende wandert, kann nach ein paar Minuten abwärts in der Hütte Campanna Monte Biaena eine Rast einlegen und die Aussicht in die Valle die Gresta genießen. Von dort aus geht es zurück in Richtung La Baita. Einige kleine Serpentinen absteigen bis zu einem Felshang, der über eine Drahtseilpassage zu überwinden ist. Achtung bei Nässe! Es kann glitschig werden. Aber an sich sind alle Passagen gut gesichert. Im angrenzenden Waldstück erwartet einen eine komplett andere Vegetation wie beim Aufstieg, das macht diese kleine Rundwanderung so abwechslungsreich. Kurz uns steil geht es über naturbelassene Pfade bergab und man biegt auf die bekannte Wegkreuzung in die Asphaltstraße ab in Richtung Parkplatz. Die Wanderung ist mit 2:35 Stunden großzügig bemessen. Wir haben die Rundtour in der Hälfte der Zeit geschafft, was sicher auch mit daran lag, dass wir am Gipfel mit einem Gewitter überrascht wurden und auf dem Rückweg die Beine in die Hand genommen haben.

Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Wanderung mit schönen Ausblicken, herrlicher Vegetation und – dank Felsplatte und Klettersteig – auch mit etwas Anstrengung und Abenteuer verbunden ist. Ideal für eine Wanderung mit (nicht mehr allzu kleinen) Kindern.

Fotos von der Wanderung

Karte

Sie können sich die GPS-daten dieser Wanderung als GPX-datei herunterladen und dann mit einer GPX-Viewer App auf ihrem Smartphone nutzen. Alle Angaben ohne Gewähr!